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Im Seich

Ja, die letz­ten zwei Wochen war ich im Seich. Mein Ziel, die hei­li­ge Vier­fal­tig­keit zu bewah­ren, also ein guter und anwe­sen­der Papi, ein lie­be­vol­ler Ehe­mann, lern­be­gie­ri­ger Stu­dent und ein mit­den­ken­der Mit­ar­bei­ter zu sein, benö­tig­te so ziem­lich alle Ener­gie, die in mir steck­te. In den letz­ten Tagen bin ich mehr­mals beim Schla­fen­brin­gen von mei­nem Sohn mit ein­ge­schla­fen – so um acht Uhr abends. Gestern das letz­te Mal.

Natür­lich bin ich sel­ber schuld, oder etwas genau­er gesagt, ich tra­ge natür­lich einen gros­sen Teil der Ver­ant­wor­tung für die­se Auf­ga­ben. Ich könn­te mich mit einer 4,5 begnü­gen oder gar nicht stu­die­ren, ich könn­te ein­fach arbei­ten gehen und wie­der gehen, ich könn­te – nein, weni­ger Fami­lie kann ich nicht, will ich nicht. Und um ehr­lich zu sein, weni­ger Ein­satz für die Arbeit oder das Stu­di­um kann ich auch nicht. Das wäre nicht ich. Ent­we­der Voll­gas oder es lie­ber sein las­sen. #yolo my way halt 🙂

Voll­gas hat auch mei­ne Klas­se gege­ben am letz­ten Mon­tag. Es war die WiKomm Deutsch Seme­ster­prü­fung und alle hat­ten eine Rede zu hal­ten. Und da hat­ten so ziem­lich alle etwas zu sagen, ich war schwer beein­druckt vom Inhalt der Reden und vom hohen Niveau. Ich hof­fe, dass alle die for­ma­len Vor­ga­ben ein­ge­hal­ten wur­den – es wäre eine Schan­de, wenn die­se die erbrach­te Lei­stung nie­der­zie­hen würden.

Was mich beson­ders gefreut hat, war, dass wir die­se Prü­fung zu unse­rem Anlass umge­wan­delt haben. Dress­code war Casu­al busi­ness, das Mot­to viel Applaus für alle und immer. Wir star­ten mit einem Znü­ni vor den Reden und mit denen, die sich die Zeit schaf­fen konn­ten, gin­gen wir zusam­men Bur­ger essen nach dem Event.

Ich hof­fe sehr, dass wir unse­ren Klas­sen­zu­sam­men­halt aus­bau­en, wei­ter ent­wickeln kön­nen. Es geht nicht dar­um, die Besten zu sein. Es geht dar­um, aus unse­rem Stu­di­um etwas beson­de­res zu machen. Nicht nur für uns sel­ber, son­dern für uns als Klas­se. Und ich hof­fe, dass dies jede Klas­se schafft. Ein BSc allei­ne ist sicher toll, aber wenn man im Seich ist, dann braucht man mehr. Fami­lie, Freun­de oder eben Kon­tak­te aus dem Studium.

 

Pho­to by Mishal Ibra­himon Unsplash

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