Photo0016

Rea­dy, steady, Eisenhower

Als Stu­den­tin oder Stu­dent kommt man aller Wahr­schein­lich­keit nach min­de­stens ein­mal in den Kon­takt mit der Eisen­ho­wer Matrix oder der ABC-Ana­ly­se. Dabei wird unter­sucht, wie wich­tig etwas ist und wie schnell es erle­digt wer­den muss. Fol­gen­de Kom­bi­na­tio­nen kom­men dabei raus:

  • A Wich­tig und dringlich
  • B Wich­tig, aber nicht dringend
  • C Drin­gend, aber unwichtig
  • D Nicht drin­gend und nicht wichtig

Die­se Kate­go­ri­sie­rung soll bei der Ent­schei­dungs­fin­dung und in der Füh­rung hel­fen. Wich­ti­ges und Dring­li­ches erle­digt man sel­ber und umge­hend. Etwas, das wich­tig, aber nicht drin­gend ist, ver­sieht man mit einer Frist und erle­digt es sel­ber oder über­gibt es einer Stabstelle.

Unwich­ti­ges, aber trotz­dem drin­gen­des, muss nicht sel­ber erle­digt wer­den und kann dele­giert wer­den. Unwich­ti­ge und nicht dring­li­che Auf­ga­ben wer­den nicht ver­folgt, da nicht rele­vant. Also, ab in den Pou­bel­le damit!

Im ersten Seme­ster, vor allem in den ersten Wochen, hat­te ich Mühe, mich zu orga­ni­sie­ren und konn­te auch noch nicht so recht ein­schät­zen, wie viel ich für die FH machen muss. Für mich war klar, dass ich wäh­rend dem Seme­ster ler­nen muss, da kurz vor den Prü­fun­gen mein zwei­tes Kind auf die Welt kom­men wür­de. Also muss­te ich mir schnellst­mög­lich Über­sicht über alle anste­hen­den Ter­mi­ne und Fri­sten verschaffen.

Et voi­là, der Eisen­hau­er schlug zu! Ich behalf mich damals mit einer leicht ange­pass­ten Vari­an­te der Eisen­ho­wer-Matrix und schaff­te es so, das erste Seme­ster für mich zu orga­ni­sie­ren. Ich nut­ze dazu eine Pinn­wand und wie man auf dem Foto sieht, war die lin­ke Hälf­te in vier Qua­dran­ten unterteilt.

Oben links hef­te­te ich wich­ti­ge und innert Wochen­frist ablau­fen­de Ter­mi­ne an. Rechts davon die noch nicht so drin­gen­den Auf­ga­ben, die aber trotz­dem sehr wich­tig waren. Zum Bei­spiel der Abga­be­ter­min für die Dis­po­si­ti­on gegen Ende des Seme­sters. Sobald die Fri­sten fast abge­lau­fen waren, rutsch­ten die­se Zet­tel in den ersten Qua­dran­ten nach.

Unten links dann die Auf­ga­ben der Kate­go­rie C, nicht so wich­tig, aber bald zu erle­di­gen. Konn­te man machen, muss­te aber nicht. Die Abfall­ei­mer­ka­te­go­rie schenk­te ich mir, dafür ver­schob ich in das unte­re, rech­te Qua­drant alles, was ich schon erle­digt hat­te, aber die Frist dazu noch nicht abge­lau­fen war. Je vol­ler es dort unten war, desto bes­ser mein Gefühl. Ganz rechts dann noch die Seme­ster­pro­gram­me mit der The­men- und Auf­ga­ben­über­sicht der ein­zel­nen Modu­le. So konn­te ich alles Wich­ti­ge auf einen Blick erfassen.

Hat es denn auch etwas gehol­fen? Ja, am Anfang sogar enorm. Ich wuss­te immer, was zu tun war, wie wich­tig etwas war, bis wann ich es erle­di­gen muss­te und was ich schon abge­ar­bei­tet habe. Die Matrix half mir, den Kopf frei von sol­chen Din­gen zu bekom­men und mich auf das Wich­ti­ge (und Drin­gen­de!) zu kon­zen­trie­ren. Wuss­te ich etwas gera­de nicht mehr, reich­te ein Blick auf die Pinn­wand und alles war wie­der klar.

Benut­ze ich das System noch? Nicht mehr in die­ser Form. Im zwei­ten Seme­ster gab es irgend­wie wesent­lich weni­ger Fri­sten und Ter­mi­ne zu berück­sich­ti­gen, es waren ja auch nur noch vier Modu­le, und ich hat­te mir mitt­ler­wei­le mei­nen Lern­rhyth­mus erar­bei­tet. Was ich aber auch heu­te regel­mäs­sig mache, ist das Notie­ren aller Auf­ga­ben und dann das direk­te Ein­pla­nen in mei­ne Lern­zei­ten. Zwar schrei­be ich dabei kei­ne Matrix mehr auf, doch in mei­nem Kopf über­le­ge mir jedes Mal, was ist wich­tig, was ist drin­gend und was kann ich auch sein las­sen. I’m rea­dy, Mr Eisenhower!

Share on facebook
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on telegram
Share on xing
Share on email